Ein Arbeitsleben von 40 Jahren mit durchschnittlichem Einkommen summiert sich schnell auf weit über eine Million Euro. Genau dieses Einkommen trägt Miete, Kredit, Familie und Altersvorsorge. Und es ist der Wert, der am seltensten abgesichert ist.
Arbeitnehmern wird nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Aktuarvereinigung im Laufe des Berufslebens berufsunfähig.
Nicht der Unfall, sondern die Psyche
Viele denken bei Berufsunfähigkeit an einen schweren Unfall. Tatsächlich sind Unfälle nur für einen kleinen Teil der Fälle verantwortlich. Die häufigste Ursache sind psychische Erkrankungen mit gut einem Drittel der Leistungsfälle, gefolgt von Erkrankungen des Bewegungsapparats und Krebs.[1] Das betrifft Büroangestellte genauso wie Handwerker.
Was der Staat zahlt, und was nicht
Wer nach 1960 geboren ist, hat keinen gesetzlichen Berufsunfähigkeitsschutz mehr, sondern nur noch Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente. Die gibt es in voller Höhe nur, wenn Sie in keinem Beruf mehr als drei Stunden täglich arbeiten können. Sie liegt meist deutlich unter dem bisherigen Nettoeinkommen.[2]
Worauf es bei der Absicherung ankommt
- Bedingungen vor Preis: Verzicht auf abstrakte Verweisung, klare Regeln zur Nachprüfung.
- Gesundheitsfragen sorgfältig beantworten: Fehler hier sind der häufigste Grund für Streit im Leistungsfall.
- Passende Rentenhöhe: orientiert an Ihren Fixkosten, nicht an einer Pauschale.
- Früh abschließen: jünger und gesünder bedeutet günstigere Beiträge und weniger Ausschlüsse.
Bei Vorerkrankungen gibt es Alternativen wie Grundfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen. Welche Lösung passt, hängt stark vom Einzelfall ab.
Wie stehen Sie persönlich da?
Wir prüfen Ihre Situation kostenlos und unverbindlich.
- GDV – Die Versicherer: Ursachen für Berufsunfähigkeit (Daten: Morgen & Morgen, 2025)
- Deutsche Rentenversicherung: Erwerbsminderungsrente
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung.
